Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Beiträge und Pressemitteilungen zum Generalfeldmarschall Graf Neidhardt von Gneisenau

Die Belagerung der Festung Cosel 1807

Geschrieben von Dr. Frank Bauer

Das Fort Friedrich Wilhelm wurde jetzt noch mit 50 Mann zusätzlich verstärkt. Die Wiegschützer und Kobelwitzer Redoute, die Reinschdorfer Bastion und die Saillants Wilhelm und Heinrich erhielten zusätzliche Geschütze.

fort-friedrich-wilhlemFort Friedrich Wilhelm (Zustand April 2007)

Um dieselbe zeit zerstörten die Feinde die Wasserleitung, die von Reinschdorf gutes Trinkwasser bis auf den Platz hinter den Kasernen bei der Garnisonkirche führte. Zum Glück hatte der Kommandant drei Jahre zuvor sechs Brunnen in der Stadt graben lassen, die genügend Trinkwasser enthielten.

Die feindlichen Vorarbeiten näherten sich jetzt ihrem Ende. Laufgräben und Parallelen waren hergestellt, die einzelnen Batterien untereinander verbunden. Außerdem waren noch einige Geschütze an der Klodnitzer Mühle aufgestellt worden. In der Nacht vom 3. zum 4.2. wurden die Batterien armiert und alles zur Beschießung der Festung fertig gemacht. Bis zu diesem Tag waren weitere 99 Mann der Besatzung desertiert.

Mittwoch, den 4. Februar, früh 7.00 Uhr, fiel der erste Schuß der Belagerer, daß bald zu einem Bombardement anwuchs. Von der Festung aus wurde ebenso lebhaft das Feuer erwidert. Die Bürger flüchteten eilig in die Keller oder die Kirchen, die Soldaten wurden in den Kasematten untergebracht. Nach wenigen Minuten war ein Bürgerhaus in Brand geschossen und weitere zwei wurden im Laufe des Vormittags eingeäschert. Mit Gewalt mussten anfangs die meisten Bürger zum Löschen aus den Kellern herbeigeholt werden.