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Beiträge und Pressemitteilungen zum Generalfeldmarschall Graf Neidhardt von Gneisenau

Die Belagerung der Festung Cosel 1807

Geschrieben von Dr. Frank Bauer

 schreiben-puttkammer-an-graf-goetzenSchreiben v. Puttkammers an den Grafen Götzen über den Tod Oberst v. Neumanns

In den nächsten Tagen gab es nur kleinere Streifzüge in die nahe gelegenen Dörfern, um Vieh in die Festung zu bringen. Die Artillerie beschoß immer wieder die Blockadetruppen. Versuche, am 24. April und 1. Mai, zur Öffnung des abgesperrten Mühlgrabens scheiterten jedoch.

Am 1. Mai 1807 bestand die Garnison nur noch aus 1.932 Mann Infanterie, unberittenen Kavalleristen und Mineurs, sowie aus 139 Husaren und Kürassieren und 685 Artilleristen und Handlangern, zusammen 2.756 Mann. Dazu kamen 18 dienstfähige Offiziere. 781 Mann lagen krank im Lazarett. Aber auch von den Gesunden war mehr als die Hälfte nur eingeschränkt dienstfähig, die übrigen durch überstandene Krankheiten heruntergekommen und geschwächt. Die Kleidung der Leute wurde immer schlechter. Viele hatten weder Schuhe noch Strümpfe und kaum die nötigste Wäsche. Ein Teil der Soldaten besaß überhaupt keine Uniform. Die artilleristische Ausrüstung war aber noch komplett. Zwar waren 5 Geschütze zerstört worden und bei weiteren 27 war die Lafettierung unbrauchbar, aber 198 befanden sich noch in gutem Zustand. Pulver war noch genügend vorhanden, nur die Geschosse wurden langsam knapp. Auch die Proviantvorräte waren schon wieder stark verringert.